Wie das Erfassen von Daten im Kampf gegen Covid-19 hilft

Die Covid-Pandemie hat Technologien zur Überwachung in den Vordergrund gerückt. Systeme zur Analyse von Wagenauslastungen, Sitzplatzbelegungen und Fahrgastströmen gelangen zunehmend in den Fokus. Diese Technologien produzieren riesige Datenmengen, die helfen können die Fahrgastströme zu steuern, die Einhaltung der Abstandsregeln zu erleichtern und so den Fahrgästen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Um all diese Daten sinnvoll zu nutzen, können Sie sich auf Software von Televic Rail und GSP verlassen.

Was ist die Datenerfassung?

Das Modul zur Datenerfassung holt die Daten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort aus dem Zug. Die Software reichert sie mit zusätzlichen Daten wie Standort- und Fahrtinformationen an und verteilt diese Informationen an die verschiedenen Beteiligten wie Fahrgäste, oder für die Fahrplanoptimierung.

Diese angereicherten Daten sind wichtig, um einen Echtzeit-Überblick über die Flotte von einer zentralen Benutzeroberfläche in der Leitstelle zu erhalten. Sie helfen dabei, Personenströme zu analysieren und zu steuern, sowie Fahrgäste an Bord in weniger überfüllte Bereiche zu leiten oder die relevanten Akteure in einem Notfall zu alarmieren.

Wo?

Die Funktion zur Datenerfassung ist das Herzstück unserer LiveCoM Suite. Betreibern wird in der Leitstelle über die zentrale Benutzeroberfläche ein Echtzeit-Überblick über ihre Fahrzeuginformationen gegeben.

Kontrolle über Ihre Daten

Bahnbetreiber können folgendes konfigurieren:

  • Wie und wann die Daten erfasst werden, z. B. beim Verlassen der Station
  • Ob und wann die Daten an Bord gefiltert werden
  • Ob eine Anreicherung der Daten mit zusätzlichen Werten, wie z. B. der aktiven Fahrt, dem GPS-Standort oder Stationsinformationen stattfinden soll
  • Wie die Daten an den Fahrdienst übertragen werden
  • Ob und wie lange die Daten vom Fahrdienst gespeichert werden
  • Wann die Daten an andere Systeme weitergeleitet werden

Warum ist das Erfassen von Daten notwendig

Zur Information der Fahrgäste über die aktuelle Zugauslastung und Sitzplatzbelegung

Die Funktionsweise der Datenerfassung kann so konfiguriert werden, dass Daten von fahrzeugseitigen Fahrgastzählsystemen automatisch eingelesen werden. Auf diese Weise können Fahrgäste darüber informiert werden zu welchen Wagen sie wechseln, oder in welchen Teil des Zuges sie am Bahnhof einsteigen sollen.

Zum Sammeln von Daten für die Analyse und das Management des Fahrgastflusses

Das Modul kann alle Arten von Daten sammeln und übertragen, wie z. B. Fahrgastzählungsdaten oder Fahrtinformationen. Diese Daten können dann verwendet werden um Erkenntnisse darüber zu erhalten, welche Routen/Fahrten am stärksten frequentiert sind, wo die meisten Personen in Ihre Fahrzeuge ein- und aussteigen und zu welcher Tageszeit die Kapazität am meisten benötigt wird. Und einige weitere Werte können gewinnbringend eingesetzt werden.


Das Erfassen von Daten ist sinnvoll für:

  • Betreiber, die einen Echtzeit-Überblick über ihre Flottendaten von einer zentralen Benutzeroberfläche im Fahrdienst erhalten möchten.
  • Analysten, die Fahrgastströme verwalten wollen.
  • Fahrgastinformationsmanager, die den Informationsfluss optimieren und die relevanten Akteure bei Ereignissen alarmieren wollen.

Neues aus der Forschung: Sprachbarrieren an Bord - Ein Hindernis für die Sicherheit?

Durch unsere Forschungen helfen wir unseren Kunden das Maximum an Fahrgastkomfort herauszuholen. Egal, ob es sich dabei um die Modernisierung von Fahrzeugen handelt oder wir gemeinsam am Reißbrett Systeme für einen brandneuen Zug planen, wir sind immer auf der Suche nach Dingen, die "jeder braucht, über die aber noch niemand spricht". Im Interview dieses Monats erklärt der F&E-Spezialist Maik Strietzel, wie Cloud-Dienste helfen können, Sprachbarrieren in öffentlichen Verkehrsmitteln zu überwinden.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Verbesserung der Kommunikation in Notsituationen: Im Ernstfall verstärken Sprachbarrieren das Gefühl von Angst, Frustration und Kontrollverlust.
  • Dank Cloud-Diensten können wir neue Funktionen wie Live-Übersetzung, Text-to-Speech, Speech-to-Text und die Übertragung von Videobildern nutzen.
  • Obwohl Cloud-Dienste enorme Vorteile bieten, kann nur ein Offline-Server jederzeit eine Live-Übersetzung garantieren.

„Hallo, können Sie mich hören?“

Fahrgastsprechstellen bieten in Notsituationen ein beruhigendes Gefühl. Was aber, wenn Fahrgäste und Zugpersonal unterschiedliche Sprachen sprechen? In solchen Situationen verstärken Sprachbarrieren das Gefühl von Angst, Frustration und Kontrollverlust. Wie also können Bahnbetreiber mit diesen Sprachunterschieden umgehen?

„Laut und deutlich!“

Wenn Menschen unter Stress stehen, haben Sprachbarrieren einen verstärkenden Einfluss, so der F&E-Spezialist Maik Strietzel. Er arbeitet an einem mehrsprachigen Übersetzungsserver, um die sprachlichen Differenzen an Bord zu kompensieren.

Stellen Sie sich eine Sprechstelle vor, die Nachrichten sofort in mehreren Sprachen übersetzt, wodurch Fahrgäste und Zugbesatzung unabhängig von ihrer Nationalität nahtlos in Echtzeit in ihrer jeweiligen Muttersprache kommunizieren können; und in die Videoaufnahmen der integrierten Kameralösungen eingebunden werden.

"Cloud-Dienste und der Ausbau des 5G-Netzes bringen für die Bahnbetreiber in solchen Situationen viele Vorteile", sagt er. "Erstens ermöglichen solche Geräte eine Live-Übersetzung von einer Sprache in eine andere. Zweitens ist es möglich, dem Fahrer einen Text vorlesen zu lassen oder seine gesprochene Antwort praktisch sofort in der Landessprache des Fahrgasts auf dem Display der Sprechstelle darzustellen. Drittens können über eine Cloud-Anbindung Videobilder an verschiedene Stellen im Zug oder an die Leitstelle gesendet werden. Auf diese Weise erhalten die Gesprächspartner zusätzliche visuelle Informationen, um den Notfall besser einschätzen zu können."

Zeichen des Lebens

Und das sind noch nicht alle Funktionen der Sprechstelle: Gehörlose können einfach über ein Symbol des Touch-Displays, eine Vorauswahl an Kurznachrichten erhalten. So können sie vordefinierte Nachrichten wie z.B. "Ich brauche Hilfe" oder "Ich möchte ein Verbrechen melden" an das Zugpersonal oder die Leitstelle senden.

Die Leitstelle kann entweder per Chat reagieren oder den Benutzer per Speech-To-Text-Funktion antworten. In diesem Fall wird die Sprachantwort dem Fahrgast auf dem Bildschirm als Text angezeigt. Verbunden mit einer SIP-Anwendung überträgt die integrierte Kamera ein Videobild an das Zugpersonal.

In die Cloud oder nicht in die Cloud

"Obwohl Cloud-Dienste große Vorteile bieten, arbeiten wir an einer On-Board-Lösung", sagt Maik Strietzel. "Nicht jedes Fahrzeug hat eine Internetanbindung oder in manchen Gebieten ist die Netzabdeckung lückenhaft. Ein Offline-Server kann jederzeit eine Live-Übersetzung garantieren. “

Über Maik Strietzel

Maik Strietzel ist F&E-Ingenieur mit Spezialisierung auf Fahrgastinformationssysteme. Er ist seit 2011 bei Televic Rail - GSP tätig und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Forschung und im Projektmanagement

Mit seiner Faszination für die Bahnindustrie, technische Konzepte und Produktdesign ist er auf einer Mission, die Herausforderungen der Kommunikation in Zügen zu erkennen und zu lösen.

GSP Sprachtechnologie GmbH verabschiedet Dr. Günter Breidbach in den Ruhestand

Berlin, 23. Januar 2019. Herr Dr. Günter Breidbach, Geschäftsführer und letzter aktiver Gründer der GSP Sprachtechnologie GmbH, wechselt zum 31.01.2019 in den Ruhestand.

Gemeinsam mit drei weiteren Gesellschaftern gründete Herr Dr. Günter Breidbach im Jahr 1984 die GSP Sprachtechnologie Gesellschaft für elektronische Sprachsysteme mbH, heute GSP Sprachtechnologie GmbH.

35 Jahre hat Dr. Breidbach die Entwicklung der Firma zu einem Mittelständler mit heute rund 250 Mitarbeitern vorangetrieben. Dr. Breidbach stand immer im engen Kontakt zu den Kunden und hat insbesondere als langjähriger Ansprechpartner die Siemens AG, Alstom Transport, die Deutsche Bahn AG, die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sowie Privatbahnen betreut.

Die Bahn in der Cloud

Die Bahnindustrie holt bei den Cloud-Diensten rasant auf. Bei der Cloud handelt es sich um eine Möglichkeit, aus der Ferne über ein Netzwerk wie das Internet, auf Rechenleistung, Speicher, Daten und Softwaredienste zuzugreifen. Während Bahnunternehmen anfangs etwas zögerlich waren ihre Systeme in die Cloud zu verlagern, wird sie inzwischen sogar für kritische Steuerungsinfrastruktur eingesetzt.

Cloud Services sind inzwischen Teil unseres Alltags geworden, dazu zählen digitale Zeitungsabos, E-Mails auf dem Smartphone abrufen oder Filme auf Abruf anschauen.

Eine Zeit lang schien es, dass während die gesamte IT-Welt Systeme in die Cloud verlagert, ein wichtiger Teil der Bahnindustrie konservativ vorgeht und - höchstens - IT-Lösungen in lokalen Rechenzentren laufen lässt.

Cloud-Computing auf dem Vormarsch

Heute sind Bahnsysteme, die in der Cloud laufen keine Ausnahme mehr, selbst für kritische Steuerungsinfrastruktur. Das Leitsystem der Gornergrat Bahn in der Schweiz ist nur ein Beispiel für ein System, dass von einem Bahnhersteller (in diesem Fall Siemens) als ein vollständiger Cloud- Service angeboten wird.

Viele andere Zughersteller bieten Cloud-Systeme an und investieren ebenfalls in ihre Cloud-Strategien, um ihr Portfolio zunehmend um digitale Dienste zu erweitern. Televic hostet bereits Backend-Systeme in Großbritannien und den USA sowohl für Fahrgastinformationen als auch für die zustandsorientierte Überwachung.

24/7 Echtzeit Fahrgastinformation

Fahrgastinformations- und Flottenüberwachungssysteme entwickeln sich immer mehr zu vollständig vernetzten IT-Systemen. Es ist daher keine Überraschung, dass Cloud-Dienste bei dieser Entwicklung eine wichtige Rolle spielen. Folgende Gründe sprechen dafür:

  • Der Übergang zur Cloud ermöglicht es, ausgereifte FIS-Lösungen und Fahrgastinformationen rund um die Uhr in Echtzeit und mit hoher Verfügbarkeit bereitzustellen.

  • Schlüsselfertige FIS-Lösungen können fast "sofort" angeboten werden, ohne dass die Verkehrsbetriebe große Investitionen in ihre IT-Infrastruktur tätigen müssen und ohne den Aufbau von IT-Teams für die Anschaffung und Wartung eines eigenen Rechenzentrums.

  • Die Unternehmen können die Systeme jederzeit ohne größeren Aufwand auf wachsende Flotten skalieren.

  • Der Service-Provider kann direkten Support für den gesamten Wartungsprozess der Backend-Dienste für Fahrgastinformationen anbieten, wie die Installation von Updates oder das Einspielen von Sicherheitspatches.

  • Durch Verfügbarkeits- und Sicherheitskontrollen der Cloud kann sich der Betreiber auf die reibungsfreie Funktion seiner Systeme verlassen.

Fahrerlose Fahrzeuge

Es wird erwartet, dass hochverfügbare und zukunftssichere FIS-Systeme in einigen Jahren unverzichtbar sein werden. Nicht nur um Fahrgastinformationen in Echtzeit zu liefern, sondern auch um sicherzustellen, dass autonome Flotten effizient und zuverlässig aus der Ferne betrieben werden können. Der fahrerlose oder autonome Betrieb von Fahrzeugen wird die Notwendigkeit noch verstärken, die Kommunikation zwischen Leitstelle und Fahrzeugen aufzubauen und Daten von ihnen auf zuverlässige Weise zu sammeln.

GSP Sprachtechnologie GmbH verabschiedet Dr. Dongyu Wang

Berlin, 22. Juni 2020. Herr Dr. Dongyu Wang, Geschäftsführer der GSP Sprachtechnologie GmbH,
verlässt nach über 30 Jahren erfolgreicher Tätigkeit die GSP.

Über 30 Jahre hat Dr. Wang die Entwicklung der Firma zu einem mittelständischen Unternehmen mit heute rund 250 Mitarbeitern vorangetrieben. Seine Karriere begann Dr. Wang 1990 bei GSP als
Softwareentwickler und formte von Anfang an bis heute in besonders schwierigen Projekten die zuverlässige Software unseres Unternehmens. Die Zeugnisse seiner technischen Raffinesse findet man heute in tausenden von Zügen weltweit.


Als Geschäftsführer war Dr. Wang verantwortlich sowohl für das Projektmanagement, die IT und auch für die Entwicklung, den mit knapp 100 Mitarbeitern größten Unternehmensbereich. Bis zur Übernahme der GSP im Jahr 2019 durch die Televic Gruppe, war Dr. Wang ebenfalls viele Jahre Gesellschafter der GSP Sprachtechnologie GmbH.


„Dr. Wang hat unsere Firma mitgeprägt und einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens geleistet. Die Effizienz und Effektivität seiner technischen Lösungen sucht bis heute seiner Gleichen. Ohne Dr. Wang würden wir heute nicht dort stehen wo wir sind.“ sagt Levon Nersessian, Geschäftsführer der GSP Sprachtechnologie GmbH. „Ich möchte ihm im Namen der gesamten Geschäftsleitung und aller Mitarbeiter für sein unvergleichbares Engagement herzlich danken.“

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