Die Bahn in der Cloud

Die Bahnindustrie holt bei den Cloud-Diensten rasant auf. Bei der Cloud handelt es sich um eine Möglichkeit, aus der Ferne über ein Netzwerk wie das Internet, auf Rechenleistung, Speicher, Daten und Softwaredienste zuzugreifen. Während Bahnunternehmen anfangs etwas zögerlich waren ihre Systeme in die Cloud zu verlagern, wird sie inzwischen sogar für kritische Steuerungsinfrastruktur eingesetzt.

Cloud Services sind inzwischen Teil unseres Alltags geworden, dazu zählen digitale Zeitungsabos, E-Mails auf dem Smartphone abrufen oder Filme auf Abruf anschauen.

Eine Zeit lang schien es, dass während die gesamte IT-Welt Systeme in die Cloud verlagert, ein wichtiger Teil der Bahnindustrie konservativ vorgeht und - höchstens - IT-Lösungen in lokalen Rechenzentren laufen lässt.

Cloud-Computing auf dem Vormarsch

Heute sind Bahnsysteme, die in der Cloud laufen keine Ausnahme mehr, selbst für kritische Steuerungsinfrastruktur. Das Leitsystem der Gornergrat Bahn in der Schweiz ist nur ein Beispiel für ein System, dass von einem Bahnhersteller (in diesem Fall Siemens) als ein vollständiger Cloud- Service angeboten wird.

Viele andere Zughersteller bieten Cloud-Systeme an und investieren ebenfalls in ihre Cloud-Strategien, um ihr Portfolio zunehmend um digitale Dienste zu erweitern. Televic hostet bereits Backend-Systeme in Großbritannien und den USA sowohl für Fahrgastinformationen als auch für die zustandsorientierte Überwachung.

24/7 Echtzeit Fahrgastinformation

Fahrgastinformations- und Flottenüberwachungssysteme entwickeln sich immer mehr zu vollständig vernetzten IT-Systemen. Es ist daher keine Überraschung, dass Cloud-Dienste bei dieser Entwicklung eine wichtige Rolle spielen. Folgende Gründe sprechen dafür:

  • Der Übergang zur Cloud ermöglicht es, ausgereifte FIS-Lösungen und Fahrgastinformationen rund um die Uhr in Echtzeit und mit hoher Verfügbarkeit bereitzustellen.

  • Schlüsselfertige FIS-Lösungen können fast "sofort" angeboten werden, ohne dass die Verkehrsbetriebe große Investitionen in ihre IT-Infrastruktur tätigen müssen und ohne den Aufbau von IT-Teams für die Anschaffung und Wartung eines eigenen Rechenzentrums.

  • Die Unternehmen können die Systeme jederzeit ohne größeren Aufwand auf wachsende Flotten skalieren.

  • Der Service-Provider kann direkten Support für den gesamten Wartungsprozess der Backend-Dienste für Fahrgastinformationen anbieten, wie die Installation von Updates oder das Einspielen von Sicherheitspatches.

  • Durch Verfügbarkeits- und Sicherheitskontrollen der Cloud kann sich der Betreiber auf die reibungsfreie Funktion seiner Systeme verlassen.

Fahrerlose Fahrzeuge

Es wird erwartet, dass hochverfügbare und zukunftssichere FIS-Systeme in einigen Jahren unverzichtbar sein werden. Nicht nur um Fahrgastinformationen in Echtzeit zu liefern, sondern auch um sicherzustellen, dass autonome Flotten effizient und zuverlässig aus der Ferne betrieben werden können. Der fahrerlose oder autonome Betrieb von Fahrzeugen wird die Notwendigkeit noch verstärken, die Kommunikation zwischen Leitstelle und Fahrzeugen aufzubauen und Daten von ihnen auf zuverlässige Weise zu sammeln.

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