Neues aus dem Labor: Beacons bringen den barrierefreien öffentlichen Verkehr voran

Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln angemessen zu leiten und mit den richtigen Informationen zu versorgen, kann zeitaufwändig und kompliziert sein – zumindest mit den bislang bekannten Methoden. Stellen Sie sich eine Welt vor, in der ein digitaler Reiseassistent jederzeit zur Verfügung steht, um Fahrgäste zu führen und eine komfortable Reise sicherzustellen. „Diese Zukunft ist näher als man denkt: dank Bluetooth Low-Energy Beacons”, sagt Steven Lauwereins, Forschungsleiter bei Televic GSP.

Beacons als Wegweiser trainieren

In einem aktuellen Forschungsprojekt untersuchen Steven Lauwereins und sein Team, wie Beacons in Zügen den Komfort und das Reiseerlebnis der Fahrgäste deutlich verbessern können.

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Was sind Beacons?

Beacons sind kleine Funksender, die mittels Bluetooth Low-Energy (BLE)-Technologie kommunizieren. Sie sind in der Lage, Passagiere mit höchster Genauigkeit zu orten und eine bestimmte Aktion an einem definierten Standort auszulösen.

Fahrgäste können nicht nur prüfen, ob sie im richtigen Zug sitzen, sondern auch ihren Wunschwagen, ihren Sitzplatz, die Toiletten oder das Bistro finden.

Steven Lauwereins
Research Lead

„Die Datenmenge, die Sie als Bahnbetreiber an das Smartphone eines Fahrgastes übertragen müssen, ist extrem gering. Das macht den Einsatz BLE-kompatibler Beacons so wertvoll”, erklärt Steven. „Sie sind sehr effizient, ohne den Akku zu entladen.”

Der Reiseassistent sitzt in den Fingerspitzen

Bahnbetreiber können diese neue Technologie nutzen, um ihr Serviceangebot zu erweitern und Kosten zu senken. „Der Reiseassistent kann Fahrgästen den Weg weisen, Nachrichten pushen, die Wagenreihung darstellen und aktuelle Durchsagen bereitstellen”, so Steven weiter. „Gleichzeitig können Betreiber dank der Analysefunktionen die Planung der Flotte optimieren und Erkenntnisse zum Fahrgastfluss gewinnen.”

In Kombination mit einem automatischen Fahrgastzählsystem leitet der Assistent die Fahrgäste zu Wagen mit freien Plätzen.

Reiseassistenzfunktionen:

  • Personalisierte Fahrgastinformationen, einschließlich Einstieg und Anschlüsse
  • Wegweiser (Sitzplätze, Toiletten, Bistro, etc.)
  • Analyse der Fahrgastströme
  • Ticket-Kontrolle
  • Service-Durchsagen
  • Gepäcknachverfolgung

Mit vereinten Kräften aus Industrie und Wissenschaft 

Wissenschaftler und Fachleute aus der Industrie haben sich in diesem Forschungsprojekt zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, bis 2024 das erste hochauflösende Fahrgastlokalisierungssystem für Schienenfahrzeuge zu entwickeln. Die Forschungsergebnisse sollen in den Aufbau eines Fahrgastinformationssystems einfließen.

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